Wissenswertes

Geschichte des Biers

 

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Die Erforschung der Hefepilze setzte der Botaniker Christian Hansen (1842 bis 1909) im Laboratorium Carlsberg bei Kopenhagen fort und er züchtete spezielle Heferassen zur Bierherstellung wie z.B. untergärige und obergärige Heferassen. Er entdeckte in den Bieren gute Heferassen und schlechte Heferassen. 1891 gelang es ihm estmals eine "gute" Hefezelle zu isolieren und sie durch Reinzucht zu vermehren. Die Reinzuchthefe für Bier wird heute in Weihenstefan gepflegt, von wo sich alle Brauereien versorgen können, wenn sie es wollen!!! Die Brautechniken wurden immer weiter optimiert und automatisiert. Die harte Handarbeit der früheren Brauergesellen wurde mehr und mehr von Motoren und Gerätschaften übernommen. Das eigentliche Brauverfahren in den typischen 2 Gerätesudwerken aus Kupfer wurde im wesentlichen noch bis in die 60 er Jahre beibehalten. Jeder von uns kennt dies noch aus seiner Heimatstadt.

Dann begann ein ruinöser Wettbewerb unter den Brauereien. Kleine und regionale Brauereien, die wie früher nur um den eigenen Schornstein herum verkauft haben, konnten sich nicht mehr alle am Markt behaupten und wurden von den großen geschluckt. Es entstanden immer größere Braufabriken mit neuer Technologie. Eingeräte-Sudwerke aus Edelstahl produzieren heute in einem kontinuierlichen Prozeß rund um die Uhr Bier, und das fast ohne Brauer. Durch spezielle kombinierte Gär- und Lagertanks für Druck und Warmgärung wird heute das Bier in nur wenigen Tagen fertiggestellt. Was früher 5 Wochen dauerte geht heute in weniger als 5 Tagen. Durch diese großen Mengen an produzierten Bieren müssen heute weltweite Verteil-, Transport- und Lagersysteme vorhanden sein. Werbung ist wichtiger als der Geschmack; denn im Geschmack sind die Pilsbiere alle gleich.
Hierdurch muß eine Filtertechnik kombiniert mit Sterilisation eingesetzt werden, die es ermöglicht Bier über 1 Jahr in der brennenden Sonne von Afrika stehenzulassen und dann...... eisgekühlt zu trinken......irgendwann mit Fremdkohlensäure. Dies geht nicht mit lebendigem Bier.... wie es früher einmal war. Es ist nur möglich mit einer Konserve.

Und so wollen wir die alte Brautradition hochhalten und enden mit einer alten Volksweise:
" Es ist nichts, was so erfreuet, und was
mehr Vergnügen schafft, nichts was
die Freud verneuet, als der edle Gerstensaft."

ENDE

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